Seit mehreren Stunden fegte das Sturmtief „Pit“ über weite Teile Österreichs, so auch über die Marktgemeinde Kottingbrunn. In Niederösterreich war bereits eine Vielzahl an Feuerwehren mit den Aufräumarbeiten im Einsatz. So wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Kottingbrunn am 03.02.2023 kurz vor 19 Uhr zu einem Sturmschaden alarmiert. Das Alarmstichwort lautete „Gebäudeeinsturz“, weshalb aufgrund der Alarmstufe mittels Sirene alarmiert wurde. Der Anfahrtsweg war für die Feuerwehr nicht allzu lang, da sich der Einsatzort direkt neben dem Feuerwehrhaus befand.
Bedingt durch den andauernden Schneesturm waren die Einsatzkräfte im Bezirk Liezen auch an diesem Tag bereits bei diversen Schadensstellen im Einsatz. Neben dem Entfernen umgestürzter Bäume von Verkehrswegen, wie etwa um 03:19 Uhr am Gritschenberg, Gemeinde Niederöblarn und um 05:59 in Mitterberg auf der Lauf der L 728 ereignete sich gegen 7 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Ennstalbundesstraße. Auf der Umfahrung von Gröbming kam ein Klein-LKW von der Fahrbahn ab und touchierte im Straßengraben einen Kanalschacht. Für die Fahrzeugbergung durch Feuerwehr und Abschleppunternehmen musste die B320 zeitweise komplett gesperrt werden.
Freitagvormittag entdeckte ein Spaziergänger erneut einen Ölfilm auf der Raab nächst dem Stromkraftwerk und verständigte ein Naturschutzorgan. Bereits am 30. Dezember des Vorjahres war es zu einem ähnlichen Störfall gekommen. Die Feuerwehren von Neumarkt an der Raab und Jennersdorf banden den in hellen, irisierenden Farben leuchtenden Ölfilm mit Ölbindemittel und errichten unterhalb der Austrittstelle eine schwimmende Ölsperre, wo sich das mit Öl vollgesaugte Pulver ansammeln und danach wieder abgeschöpft werden konnte. Der ortsabwesende Kraftwerksbetreiber führte wie zuletzt eine Fernabschaltung des Kraftwerkes durch. Diesmal wurden aber durch die Abschaltung verstärkt freigesetzten Wassermengen zusätzlich Öl aus dem Maschinengebäude in die Raab gespült. Es daher notwendig, sofort eine zweite, zusätzliche Ölsperre zu errichten.
Am 03.02.2023 geriet aus bisher ungeklärter Ursache ein Wirtschaftsgebäude im Ortsteil Großwöllmiß, Gemeinde St. Martin am Wöllmißberg, in Brand. Die Feuerwehren St. Martin a. W., Gaisfeld, Edelschrott sowie die Drehleiter Köflach wurden kurz nach 12 Uhr zu diesem Brand alarmiert. Aufgrund der exponierten Lage und der Tatsache, dass die Rauchsäule sowie das, bereits in Vollbrand stehende Wirtschaftsgebäude, von Weitem zu sehen war, wurden zusätzlich die Feuerwehren Bärnbach, Voitsberg und Krottendorf mit ihren Tanklöschfahrzeugen nachalarmiert. Um den Einsatz vor Ort koordinieren zu können wurde auch das Einsatzleitfahrzeug aus Mooskirchen angefordert.
Um 08:42 Uhr wurde die Freiw. Feuerwehr Waidhofen/Thaya zur Unterstützung bei einer LKW-Bergung Nähe Garolden alarmiert. Insgesamt waren vier Bergeseilwinden für die Bergung des Schwerfahrzeuges notwendig.Der Lenker eines Drei-Achs-LKW war auf der Landesstraße 8168 von Garolden in Richtung Peigarten unterwegs. Aufgrund der glatten Fahrbahn kam das Schwerfahrzeug rechts von der Straße ab und stürzte in den rechten Straßengraben. Ein dort gelagerter Holzstoß verhinderte, dass der LKW komplett auf die Seite stürzte. Der Lenker blieb bei diesem Unfall glücklicherweise unverletzt.