Mittlerweile beherrscht das Thema Coronavirus unseren täglichen Alltag, egal wohin wir auch schauen. Auch für uns Feuerwehrleute ist diese unsichtbare (spezielle) Gefahr etwas Neues. Obwohl wir immer wieder schon in unseren bisherigen Einsatzalltag mit den unterschiedlichsten Gefahren bereits konfrontiert wurden, ist die jetzige Krisensituation jedoch eine ganz besondere Herausforderung. Diese kann auch nicht direkt nur an einer Örtlichkeit eingegrenzt bzw. bekämpft werden, sondern kennt keine Grenzen und hat sich mittlerweile auf die gesamte Welt ausgebreitet.
ST: Am 01.04.2020 um 14:15 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Leoben-Stadt und die Freiwillige Feuerwehr Leoben-Göß telefonisch zu einer Fahrzeugbergung in Hinterberg alarmiert. Aus unbekannter Ursache war ein Traktorgespann vom Forstweg abgekommen und die Böschung hinuntergerutscht, wobei der Anhänger umstürzte. Nachdem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde das Traktorgespann mit Hilfe der Seilwinde des schweren Rüstfahrzeuges (SRF) gesichert. Um den Traktor samt Anhänger schonend zu bergen, wurde die Freiwillige Feuerwehr Trofaiach mit dem Wechselladerfahrzeug Kran (WLF Kran) nachalarmiert. In Folge wurde zuerst der Anhänger mittels Seilwinde SRF unter Sicherung des Gespannes mit der Seilwinde des WLF Kran aufgestellt. Anschließend sicherte der SRF das Traktorgespann, und dieses wurde schonend mit der Seilwinde des WLF Kran auf die Forststraße gezogen. Nach Abschluss aller notwendigen Arbeiten rückten die Feuerwehren um 18:00 Uhr wieder in die Rüsthäuser ein.
01.04.2020/in ÖBFV:In Zeiten der Corona-Pandemie nehmen die Feuerwehren im Rahmen ihrer Schlüsselfunktion im Netzwerk kritischer Infrastrukturen ihre hoheitlichen Aufgaben wahr. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen in diesen Tagen und Wochen zweifelsohne die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und die Abarbeitung des täglichen Einsatzaufkommens.
Die Meldungen überschlagen sich, die Prognosen können unterschiedlicher nicht sein… zweifellos steht die internationale Staatengemeinschaft vor der größten Herausforderung seit 75 Jahren! Wie weit die aktuelle Krise uns alle verändern wird, wagt wohl niemand vorauszusagen. Einerseits stellt sich die Frage, wann die Isolation mit Erreichen des „Peak“ in wahrscheinlich kleinsten Schritten gelockert werden kann, andererseits verliert die Wirtschaft mit jedem Isolationstag mehr an Boden unter den Füssen. So wie vor dem März 2020 wirds wohl nicht mehr so schnell werden. Letztlich liegt es an der Gesellschaft, was man aus der Situation machen – immerhin birgt jede Krise auch eine Chance.