Am Samstagabend den 05.09.2026 wurde die Feuerwehr St. Pölten-Ratzersdorf von der Bereichsalarmzentrale zu einer Kontrolle nach einem vermeintlich bereits gelöschten Brand alarmiert. Was zunächst nach einem kleinen Brandereignis aussah, entwickelte sich vor Ort rasch zu einem ausgedehnten Fassaden- und Dachstuhlbrand. Nach ersten Informationen des anwesenden Hausbesitzers hatte eine im unmittelbaren Bereich der Hausfassade abgestellte Papiertonne aus bislang unbekannter Ursache Feuer gefangen. Die Flammen griffen anschließend auf die Isolierfassade des Gebäudes über. Bei der ersten Kontrolle stellte sich heraus, dass sich der Brand bereits innerhalb der Fassade weiter ausgebreitet und augenscheinlich bis in den Bereich des ersten Obergeschosses vorgearbeitet hatte.
Aufgrund der vorgefundenen Situation wurde die Alarmstufe auf B2 – Gebäudebrand erhöht und weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung nachalarmiert. Während bereits ein Außenangriff eingeleitet wurde, gingen zwei Atemschutztrupps mit jeweils einem Rohr in den Innenangriff vor. Durch das rasche Eintreffen der Unterstützungskräfte standen innerhalb kürzester Zeit ausreichend Atemschutzgeräteträger als Reserve- und Ablösemannschaften zur Verfügung. Dies war aufgrund des körperlich besonders fordernden Innenangriffs von großer Bedeutung.. Durch das koordinierte Vorgehen der eingesetzten Feuerwehrkräfte konnte der Brand rasch eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die Einsatzkräfte mussten die Fassade sowie Teile des Dachbereichs kontrollieren und öffnen, um versteckte Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Die genaue Brandursache ist derzeit unbekannt. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.
DOKU-Niederösterreich
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