EU mobilisiert Unterstützung angesichts europaweiter Waldbrände

von | Aug. 17, 2026 | Einsätze | 0 Kommentare

  • auf facebook teilen
  • Pinterest
  • LinkedIn
  • Tumblr
(C)Feuerwehr Ratingen

Die EU hat Hilfe nach Belgien und Spanien entsandt, nachdem diese das Katastrophenschutzverfahren der Union (UCPM) aktiviert hatten, da Waldbrände weiterhin verschiedene Teile Europas betreffen.

Für den Einsatz in Belgien wurden zwei Flugzeuge der EU-eigenen Löschflugzeugflotte „rescEU“ von Schweden aus entsandt; zudem unterstützen zwei Hubschrauber aus den Niederlanden, zwei aus Norwegen und zwei aus Deutschland die örtlichen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des Brandes im Hohen Venn (Hautes Fagnes). Bislang sind dort mehr als 3.000 Hektar Fläche verbrannt.

In Spanien unterstützen 104 Einsatzkräfte am Boden sowie 36 Fahrzeuge aus Frankreich die spanischen Brandbekämpfer in der Region Aragonien, wo bereits fast 16.000 Hektar Fläche verbrannt sind.

Die EU unterstützt die Einsatzkräfte zudem durch satellitengestützte Kartierung. Der Copernicus-Dienst für Katastrophenmanagement ist im Zusammenhang mit Waldbränden in Belgien, Spanien, Griechenland, Deutschland, Montenegro, Albanien, Frankreich, Serbien und Italien im Einsatz und liefert schnell Kartenmaterial, das den Behörden hilft, die betroffenen Gebiete zu beurteilen und die Einsatzmaßnahmen zu koordinieren.

Die für Krisenmanagement zuständige Kommissarin Hadja Lahbib erklärte: „Kein Land sollte Waldbrände allein bewältigen müssen. Über unser Katastrophenschutzverfahren verlegt Europa Flugzeuge, Hubschrauber und Einsatzkräfte schnell dorthin, wo sie am dringendsten benötigt werden. An diesem Wochenende zeigte sich in Belgien und Spanien erneut die europäische Solidarität vor Ort.“

Die Waldbrandsaison 2026 ist bereits außergewöhnlich heftig. Bis Ende Juli war die verbrannte Fläche in Europa bereits zweieinhalbmal so groß wie im üblichen Durchschnitt. Über das UCPM können Länder rasch auf einen weitaus größeren Pool an Einsatzkräften, Flugzeugen und sonstigen Kapazitäten zurückgreifen, wenn die nationalen Ressourcen an ihre Grenzen stoßen. Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC) der Europäischen Kommission bildet das Herzstück dieses Systems: Es nimmt Hilfeersuchen entgegen, koordiniert die Angebote der Mitgliedstaaten sowie der teilnehmenden Staaten und unterstützt die Entsendung der angebotenen Kapazitäten. Zudem kofinanziert die Kommission die Einsätze.

https://ec.europa.eu/commission/

Foto: Feuerwehr Ratingen

Pin It on Pinterest

Share This

Share This

Share this post with your friends!

Share This

Share this post with your friends!