Am Donnerstagmittag, den 22.10.2026 wurden die Feuerwehren des Abschnitts Schwechat-Stadt um 12:58 Uhr mit der Alarmstufe B3 samt Hubrettungsgerät zu einem Gebäudebrand in Schwechat-Rannersdorf alarmiert. Beim
Eintreffen der ersten Kräfte standen ein Nebengebäude samt drei darin abgestellten Fahrzeugen sowie das Dach bereits im Vollbrand. Eine Erkundung ergab rasch, dass sich keine Personen im Gebäude befanden.
Unter der Einsatzleitung von HBI René Knierim, Kommandant der FF Schwechat-Rannersdorf, wurde der Löschangriff unter schwerem Atemschutz aufgenommen. Parallel dazu wurde die Drehleiter der FF Schwechat in Stellung
gebracht, um das Dach von oben zu kühlen und abzulöschen. Um versteckte Glutnester freizulegen, mussten Teile der Dachverkleidung entfernt werden.
Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurde die Drohne der FF Himberg angefordert. Mithilfe der Wärmebildkamera aus der Luft konnten Hitzequellen im Zaunbereich und am angrenzenden Grundstück erkannt werden. Die Drohne wies daraufhin die Drehleiter gezielt zu diesen Stellen ein. Auch nach dem Löschende unterstützte die Drohne noch die Arbeit der Polizei.
Aufgrund der zahlreichen eingesetzten Atemschutztrupps wurde in unmittelbarer Nähe ein eigener
Atemschutzsammelplatz eingerichtet. Von dort aus wurden die Trupps koordiniert, ein Sicherheitstrupp in
Bereitstellung gehalten und die Einsatzkräfte mit Getränken versorgt. Ein angrenzendes Wohnhaus wurde von einem Atemschutztrupp mit Wärmebildkamera und Messgerät kontrolliert, eine Gefährdung konnte ausgeschlossen
werden. Die verständigten Netzbetreiber trennten die Gas- und Stromversorgung des betroffenen Objekts.
Um 14:35 Uhr konnte „Brand aus” gegeben werden. In der Folge wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt und das Objekt laufend mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Da Teile des Daches abzustürzen
drohten, wurde der Gefahrenbereich abgesichert und freigehalten. Ein Feuerwehrmitglied wurde mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst versorgt. Vier weitere Personen wurden ebenfalls durch die Rettung betreut und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung abtransportiert. Ab 14:56 Uhr konnten die ersten Einheiten schrittweise aus dem Einsatz entlassen werden. Um 17:00 Uhr wurde der Einsatz offiziell beendet. Für 19:00 Uhr sind noch Nachkontrollen der Brandstelle angesetzt. Die Polizei war mit Brandermittlern vor Ort.
Feuerwehren: FF Schwechat, FF Schwechat-Rannersdorf, FF Schwechat-Kledering, FF Schwechat-Mannswörth, FF Lanzendorf, FF Maria Lanzendorf, FF Zwölfaxing, FF Wilfleinsdorf (Öffentlichkeitsarbeit), FF Himberg (Drohne)
Einsatzorganisationen: Polizei, Rotes Kreuz
BM Alexander Frauneder







