In der Nacht vom 20. auf den 21. September 2026 kam es in der Färbergasse im ersten Bezirk zu einem Teileinsturz in einem Gebäude. Die Geschoßdecken von insgesamt drei übereinanderliegenden Wohnungen waren eingestürzt und kamenals Trümmer- und Schuttkegel im Erdgeschoß zu liegen. Drei Personen waren unmittelbar betroffen und mussten von der Berufsfeuerwehr gerettet werden.
Bei der Ankunft der Einsatzkräfte aus der nahegelegenen Zentralfeuerwache war bereits durch dieStaubentwicklung ein größeres Ausmaß zu erahnen. Beim Vordringen in das Gebäude machten
sich bereits zwei Personen im Innenhof an den Fenstern bemerkbar. Ein Mann im ersten Obergeschoß gab zu verstehen, dass er eigentlich im obersten Stockwerk wohnt und er und seineFrau abgestürzt wären, aber nur er selbst sich an das Fenster retten konnte. Eine weitereFrau im zweiten Obergeschoß hatte Glück und befand sich zum Zeitpunkt des Einsturzes in einem
Gebäudeteil, der nicht betroffen war. Beide Personen konnten rasch mit einer Schiebleiter gerettet
werden.
Bei der weiteren Erkundung stellten die Einsatzkräfte dann fest, dass sämtliche Geschoßdecken
von drei Stockwerken eingebrochen waren und sich ein riesiger Trümmer- und Schuttkegel im
Erdgeschoß gebildet hatte. Sofort wurde auf Alarmstufe 2 erhöht und entsprechende Spezialkräfte
wie die Rettungshunde und Schallortungsgruppe des Katastrophenhilfsdienstes Wien
nachalarmiert.
Im zweiten und dritten Stock wurden die Wohnungstüren entfernt, um von oben auf den
Trümmerkegel zu gelangen und mit der Suche der abgestürzten Frau beginnen zu können.
Nachdem die Außenmauern und das Dach des Gebäudes, sowie unzähligen lose Teile noch
einsturzgefährdet waren, musste mit größter Vorsicht vorgegangen werden. Die Höhenretter der
Berufsfeuerwehr Wien konnten sich zu der teilverschütteten Person abseilen, diese lokalisieren und
mit der Versorgung und Rettung beginnen.
der bestehenden Gefahr auch umliegende Gebäude geräumt. Parallel dazu wurde im betroffenen
Gebäude Gas, Wasser und Fernwärme abgedreht, um eine zusätzliche Gefährdung zu verhindern.
Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung der abgestützten Frau durch die Berufsrettung
Wien wurde mit der äußerst gefährlichen und aufwendigen Rettung durch die Berufsfeuerwehr
Wien begonnen. Die Befreiung der Verschütteten war teilweise mühevolle, händische Kleinarbeit,
Freie gebracht werden. Nach einer weiteren notfallmedizinischen Versorgung in der Zentralfeuerwache konnte die Dame hospitalisiert werden. Die Berufsrettung Wien versorgte insgesamt 17 Personen aus dem direkt betroffenen und den umliegenden Gebäuden.
Nach rund sechs Stunden wurde der Einsatz von ca. 26 Fahrzeugen und ca. 100 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Wien und dem Katastrophenhilfsdienstes Wien beendet.
Brandrat Ing. Martin Hofbauer, MSc
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