Sieben Tage lang war Burgkirchen der Mittelpunkt der oberösterreichischen Feuerwehrjugend. Beim 4-Bezirke-Jugendlager 2026 durchliefen von 15. bis 21. Juli in zwei Turnussen knapp 3.000 Jugendliche und Jugendbetreuer:innen aus den Bezirken Braunau, Vöcklabruck, Schärding und Grieskirchen ein Programm zwischen Wettkampf, Technik und Unterhaltung. Fixpunkt war ein 67.500 Quadratmeter großes Zeltlager mit bis zu 177 Zelten gleichzeitig.
Lagerolympiade als sportlicher Fixpunkt
Kernstück beider Turnusse war die Lagerolympiade: An fünf Stationen pro Route mussten die Gruppen auf zwei rund sechs Kilometer langen Parcours durch das Gemeindegebiet Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen und Teamarbeit beweisen. In Turnus 1 sicherte sich die FF St. Florian am Inn 2 den Sieg, in Turnus 2 die FF Oberwang 1. Die Gruppen durften ihre Preise, darunter Fußballkarten, eine Betriebsbesichtigung bei Rosenbauer und eine Mondseeschifffahrt, selbst wählen.
Panzer, Hubschrauber und ein Auftritt des Bundesheeres
Neben dem sportlichen Programm sorgte technisches Großgerät für Aufsehen. Die Jugendlichen konnten Panzer, Model Hubschrauber, Motorräder und Pinzgauer hautnah erleben. Höhepunkt in Turnus 2 war der Auftritt des Panzergrenadierbataillons 13, das mit seiner Ausstellung für großen Andrang sorgte. Auch die Feuerwehrtaucher, ein Waldbrandsimulator und Modellflieger mit akrobatischen Vorführungen standen auf dem Programm.
Wetterumschwung stellt Organisation auf die Probe
Nicht jeder Tag verlief nach Plan. Die Eröffnung von Turnus 2 musste wegen eines angekündigten Unwetters kurzfristig vom Freigelände ins Festzelt verlegt werden, wo sich über 1.000 Jugendliche versammelten. Kurz darauf zog tatsächlich ein starker Regenschauer über das Gelände, die Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Auch ein Regenschauer am zweiten Tag von Turnus 2 machte einige Zelte nass, wurde aber rasch von Kameraden aus der Bereitschaft behoben.
Parallel dazu: Einsatzalltag im Bezirk
Dass der Bezirk auch während des Großevents voll einsatzfähig blieb, zeigte sich am 19. Juli. Innerhalb von 45 Minuten gingen drei Großalarmierungen ein: zwei schwere Verkehrsunfälle mit Personenrettung sowie ein Gebäudebrand in Pfaffstätt mit Alarmstufe 2, bei dem sieben Feuerwehren und über 100 Einsatzkräfte eine Garage inmitten einer Wohnsiedlung unter Kontrolle brachten. Drei Personen wurden dabei verletzt.
Zwei Jahre Vorlaufzeit für sieben Tage Programm
Die Vorbereitungen für das Jugendlager liefen bereits seit Ende 2024. Rund 800 Helferinnen und Helfer sorgten während der Veranstaltung für den laufenden Betrieb, verlegten 400 Meter Wasserleitung und 1.750 Meter Kabel. Verpflegt wurden die Teilnehmer:innen unter anderem mit 2.000 Pizzen, 5.500 Schnitzeln und 180 Kilogramm Leberkäse.
Mit dem Zeltabbau von Turnus 2 am 21. Juli endete das größte Jugendlagerprojekt, das der Bezirk Braunau in den vergangenen Jahren organisiert hat.
Hauptbrandinspektor d.F.
Gerald Badegruber
Bezirks-Fachbeauftragter Öffentlichkeitsarbeit










