Am 11. Juni führte die Feuerwehr Mittersill eine Gesamtübung gemeinsam mit dem Roten Kreuz Mittersill durch. Übungsannahme war ein Brand im Dachgeschoss einer Schule mit mehreren vermissten Personen. Sechs Mitglieder der Feuerwehrjugend stellten sich dabei als Statisten zur Verfügung. Mehrere Atemschutztrupps wurden für die Brandbekämpfung und Menschenrettung eingesetzt. Die Drehleiter führte einen Löschangriff auf der Südseite des Gebäudes durch. Weitere Mitglieder unterstützten die Atemschutztrupps bei der Übergabe der geretteten Personen an das Rote Kreuz, bei der Betreuung der verletzten Personen sowie beim Aufbau einer Wasserversorgung.
Das Großfeuer im Lesachtal band tagelang hunderte Einsatzkräfte. Fast gleichzeitig ein Großeinsatz in der Steiermark und einige „kleinere“ Ereignisse, welche aber genauso hohen logistischen Aufwand erforderlich machten.
Ein unter der Leitung der TU Graz entwickelter Spürroboter „erschnüffelt“ Gefahrenstoffe und ist so in der Lage, risikoreiche Feuerwehreinsätze als ferngesteuerte Vorhut zu unterstützen. Eine aktuelle Studie zeigt, wie Feuerwehren den Hightech-Helfer ins Team holen können.
Einsatzkräfte müssen in Notfällen gefährliche Stoffe schnell erkennen – häufig unter Bedingungen, die ihre eigene Sicherheit gefährden. Bei einem Chemieunfall in einer Industriehalle etwa müssen Feuerwehrleute in schweren Schutzanzügen in den unmittelbaren Gefahrenbereich vordringen, um Messungen zur ersten Lagebeurteilung vorzunehmen. Das kostet wertvolle Zeit und kann für die Einsatzkräfte äußerst gefährlich sein.
Das Szenario eines Chlorgasunfalles mit vermissten Personen übten kürzlich die Kräfte der FF Bad Goisern: Vielerlei Gerätschaften und Schutzanzüge für die Bewältigung eines solchen Gefahrgutunfalles kamen dabei zum Einsatz, zudem fordert die Bewältigung eines solchen Ereignissen auch einen hohen Personaleinsatz. Ein Trupp unter Schutzstufe-III-Anzügen (gasdicht) hatte nicht nur die Aufgabe, eine undichte Druckgasflasche abzudichten, sondern musste auch noch nach vermissten Personen suchen und diese aus dem Gefahrenbereich verbringen. Parallel dazu wurde außerhalb des Gefahrenbereichs ein DEKO-Platz errichtet, wo sämtliche mit dem Gefahrenstoff verunreinigte Einsatzkräfte und Gerätschaften wieder gesäubert wurden. Dass sich Hochwasser-Schutzelemente auch für andere Einsatzzwecke – etwa die rasche Errichtung einer DEKO-Wanne – verwenden lassen, zeigte sich im Rahmen dieser Einsatzübung sehr eindrucksvoll.
Berlin/Hannover – Vom 1. bis 6. Juni findet die INTERSCHUTZ-Messe in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) zeigt mit seinem Messeauftritt in Halle 27, D 46 nicht nur das große Netzwerk der verschiedenen Partner. Im Mittelpunkt des Standes steht die „Plaza“, auf der jeden Tag fünf kompakte fachliche Vorträge Einblicke in das Themenspektrum der Feuerwehren und ihrer Verbände geben. „Im abwechslungsreichen Fachprogramm wird besonders deutlich, wie facettenreich und vielfältig die Feuerwehr-Welt mit ihren Aufgaben und ihrer Entwicklung ist“, wirbt DFV-Vizepräsident Frank Hachemer, der im Präsidium für die Veranstaltung zuständig ist.
Hannover – Wenn sich vom 01. bis 06. Juni 2026 die internationale Fachwelt zur Weltleitmesse INTERSCHUTZ trifft, geben die deutschen Berufsfeuerwehren einen eindrucksvollen Einblick in ihre Arbeit – direkt, praxisnah und aktuell.
Unter dem Leitthema „Safeguarding tomorrow“ präsentieren sich die Berufsfeuerwehren gemeinsam mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) auf einem 800 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand in Halle 13, Stand D50.
Die Berufsfeuerwehren in Deutschland sind rund um die Uhr im Einsatz – alle 39 Sekunden wird Hilfe geleistet. Hinter dieser Zahl stehen hochkomplexe Einsatzlagen, moderne Technik und Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen.
Die Berufsfeuerwehren in Deutschland stehen täglich vor großen und kleinen Herausforderungen. Von großen Katastrophen-/ Unglücksfällen bis hin zu alltäglichen Einsätzen jeglicher Art. Hierfür finden die rund 39.000 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehren immer eine Lösung auch wenn die Einsatzzahlen kontinuierlich steigen – zuletzt auf 800.000 Feuerwehreinsätze im Jahr 2025.