Eine Einsatzfahrt stellt besondere Anforderungen an die Lenker von Feuerwehrfahrzeugen. Unabhängig davon, ob es sich um einen Brandeinsatz, eine technische Hilfeleistung oder einen Unwettereinsatz handelt, steht eines immer an erster Stelle: Mannschaft und Fahrzeug müssen sicher am Einsatzort ankommen. Denn erst dann kann rasch und wirkungsvoll Hilfe geleistet werden.
Aus diesem Grund nahmen Einsatzfahrer der Feuerwehren Gloggnitz-Stadt, Gloggnitz-Stuppach, Otterthal, Enzenreith und Würflach-Hettmannsdorf an einem Fahrsicherheitstraining im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum teil.
Unter Anleitung erfahrener Instruktoren absolvierten die Teilnehmer verschiedene praxisnahe Übungen. Auf dem Programm standen unter anderem Gefahrenbremsungen, Ausweichmanöver sowie das sichere Beherrschen der Einsatzfahrzeuge auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen und in kritischen Fahrsituationen.
Feuerwehrfahrzeuge unterscheiden sich hinsichtlich Größe, Gewicht, Schwerpunkt und Fahrverhalten deutlich von herkömmlichen Pkw. Das Lenken der mehrere Tonnen schweren Fahrzeuge erfordert daher ein hohes Maß an Erfahrung, Konzentration und Fahrzeugbeherrschung – insbesondere dann, wenn bei einer Einsatzfahrt zusätzlich Zeitdruck, dichter Verkehr oder schwierige Witterungsverhältnisse hinzukommen.
Ziel des Trainings war es, das Verhalten der Fahrzeuge in Grenzsituationen besser kennenzulernen, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und damit die Sicherheit bei Einsatzfahrten nachhaltig zu erhöhen.
Regelmäßige Fahrsicherheitstrainings stellen einen wichtigen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von Feuerwehr-Einsatzfahrern dar. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Einsatzkräfte, der Bevölkerung und aller anderen Verkehrsteilnehmer.
„Eine sichere Einsatzfahrt ist die Grundlage für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz. Nur wer sicher und unfallfrei am Einsatzort ankommt, kann dort auch helfen“, fasst Brandrat Thomas Rauch die Bedeutung des Trainings zusammen.
Ein besonderer Dank gilt dem Team des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums für die professionelle Durchführung des Trainings und die zahlreichen wertvollen Praxistipps. Ebenso gilt der Dank Abschnittssachbearbeiter für Fahrzeug- und Gerätedienst Hannes Fischer für die Organisation und Koordination der Ausbildung.
Jürgen Wittine, ASB

