Realitätsnahe Übung auf der Brunnalm – Hohe Veitsch

von | Nov. 8, 2026 | News, Wissen & Ausbildung | 0 Kommentare

78 Einsatzkräfte übten gemeinsam die Rettung von Personen aus einem stehengebliebenen Sessellift!

Aufgrund eines technischen Gebrechens kam der 4er-Panoramasessellift auf der Brunnalm – Hohe Veitsch zum Stillstand und konnte nicht mehr in Betrieb genommen werden. Dieses Szenario bildete die Übungsannahme für eine gemeinsame Einsatzübung der Bergrettung Veitsch und der Freiwilligen Feuerwehren.

Für die Übung wurde der Sessellift mit insgesamt 18 Figuranten besetzt, die von den Einsatzkräften der Bergrettung mittels Seilbergung sicher von den Sesseln abgeseilt werden mussten.

Zusätzlich wurde angenommen, dass zwei Personen aufgrund von Panik vom Sessellift abgesprungen waren und sich dabei Verletzungen zugezogen hatten. Das Liftpersonal beobachtete den Vorfall und informierte umgehend die Einsatzleitung, sodass entsprechende Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden konnten.

Zur Erkundung der Lage und in weiterer Folge zur Ausleuchtung des Einsatzgebietes wurde die Drohne des Bereichsfeuerwehrverbandes Mürzzuschlag angefordert. Diese lieferte der Einsatzleitung laufend wertvolle Informationen und unterstützte dadurch die Koordination der Rettungsmaßnahmen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Übung war der koordinierte Abtransport sowie die systematische Erfassung der vom Sessellift geretteten Personen. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf eine strukturierte Übergabe und die vollständige Registrierung aller geretteten Personen gelegt.

Um eine reibungslose Zusammenarbeit und eine gemeinsame Einsatzleitung von Bergrettung und Feuerwehr sicherzustellen, wurde zusätzlich das Einsatzleitfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Turnau angefordert.

An der Übung beteiligt waren die Freiwillige Feuerwehr Veitsch-Ort, die Betriebsfeuerwehr Veitsch-Radex GmbH & Co, die Freiwillige Feuerwehr Kindberg-Stadt sowie die Freiwillige Feuerwehr Turnau mit insgesamt 52 Einsatzkräften. Seitens der Bergrettung Veitsch standen weitere 26 Bergretter im Einsatz.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die organisationsübergreifende Zusammenarbeit, eine funktionierende Kommunikation und eine koordinierte Einsatzleitung sind.

Text: HBI Ing. Gernot Rechberger

Bild:  BFVMZ

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