Am 9. und 10. Oktober 2026 trafen sich knapp 40 Höhenretterinnen und Höhenretter der oberösterreichischen Stützpunkte zur Weiterbildung. Ausgerichtet hat sie der Höhenretterstützpunkt Braunau. Geübt wurde im Umspannwerk St. Peter der Austrian Power Grid (APG) und im Grenzkraftwerk Simbach-Braunau des Verbund.
Ein Abspannportal ragt über 20 Meter in die Höhe. Der Einlaufbereich einer Kraftwerksturbine reicht ungefähr ebenso weit in die Tiefe. An solchen Orten kann nur üben, wer einen Betreiber hat, der die Tür aufmacht. Genau dort haben wir zwei Tage lang trainiert, an acht Stationen mit jeweils einer eigenen Aufgabe.
Die Ziele waren klar gesteckt: praktische Ausbildung an realen Objekten, verschiedene Vorgehensweisen erproben, Erfahrungen austauschen und die Zusammenarbeit weiter festigen.
Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der Weiterbildung teil. Vier Ausbilder begleiteten die vier Gruppen. Als Beobachter waren Günter Huemer und Stephan Barth dabei. Rund zehn Kameradinnen und Kameraden des Höhenretterstützpunkts Braunau organisierten und betreuten die Stationen. Weitere rund zehn Kameraden der Feuerwehr Braunau sorgten im Hintergrund für Versorgung und alles, was an so einem Tag sonst gebraucht wird.
Freitag, 9. Oktober: Umspannwerk St. Peter (APG)
Die erste Station führte auf das Abspannportal, über 20 Meter hoch. Gefragt war die klassische Personenrettung aus der Gitterkonstruktion. Wer vorsteigt, muss Standplätze setzen und Zwischensicherungen anbringen, bevor die eigentliche Rettung beginnt. Der Weg nach oben gehört zur Rettungsaktion dazu.
An Station zwei blieb das Portal, die Aufgabe wurde schwieriger. Ein Hindernis lag im Weg, und die Lösung hieß Schrägseilbahn. Diese Konstruktion muss sitzen, bevor ein Mensch daran hängt.
In der Montagehalle stand die Personenrettung von einem Steiger auf dem Plan. Hier gibt es mehr als einen richtigen Weg. Die Teilnehmer probierten verschiedene Herangehensweisen aus, verglichen sie und tauschten sich darüber aus.
Die vierte Station ging an ein Gebäude, mit Unterstützung der Drehleiter. Höhenretter und Drehleiter-Maschinist arbeiten dabei an derselben Person, jeder von seiner Seite. Das gelingt nur, wenn jede Ansage ankommt und verstanden wird. Zusammenarbeit und Kommunikation waren deshalb der Schwerpunkt.
Samstag, 10. Oktober: Grenzkraftwerk Simbach-Braunau (Verbund)
Am zweiten Tag ging es auf den Portalkran. Die Rettung lief in beengter Umgebung ab, in der jeder Handgriff abgestimmt sein muss.
Die zweite Station lag im Einlaufbereich einer Kraftwerksturbine, rund 20 Meter tief. Retter und Patient in der Korbtrage mussten über diese Distanz aufgeseilt werden. Das erfordert saubere Technik und ein eingespieltes Team.
Auch bei der dritten Station, der Personenrettung aus einem Schacht, ließ die enge Umgebung wenig Spielraum.
Zum Abschluss führten uns Mitarbeiter des Kraftwerks durch die Anlage, auch durch die Zentral-Warte. Wer weiß, wie eine Anlage aufgebaut ist und wer dort Verantwortung trägt, findet sich im Einsatz schneller zurecht.
Danke
Die Zusammenarbeit mit APG und Verbund war in der Vorbereitung und bei der Durchführung hervorragend. Danke an beide Unternehmen. Danke an alle Teilnehmenden, an die Ausbilder und Beobachter, an die Kameradinnen und Kameraden des Höhenretterstützpunkts Braunau und der Feuerwehr Braunau, die im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass die Stationen liefen und alle versorgt waren.
Hauptbrandinspektor d.F.
Gerald Badegruber
Bezirks-Fachbeauftragter Öffentlichkeitsarbeit













